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Fachkräftemangel bremst Energiewende: SHK-Branche unter Volllast

Die SHK-Branche steht mitten im Umbau: Während sich Montagekapazitäten von der Heizung zum Sanitär verschieben und neue Förderungen die Sanierung ankurbeln, droht der Fachkräftemangel zum entscheidenden Bremsfaktor der Energiewende zu werden.
„Die Branche steht unter Volllast – aber nicht überall dort, wo wir es in den vergangenen Jahren gewohnt waren“, erklärt Alexander Sollböck, Obamnn des VIZ. „Unsere aktuellen Umfragen im Rahmen des Trendkongresses zeigen eine deutliche Verlagerung der Montagekapazitäten von der Heizung hin zum Sanitärbereich. Das ist eine positive Entwicklung für die Sanitärbranche, die in jüngerer Vergangenheit teils starke Rückgänge hinnehmen musste.“

Gleichzeitig bringen die neuen Heizungsförderungen von Bund und Ländern wieder spürbaren Schwung in das Sanierungsgeschäft rund um die Heizsysteme. Doch sollten die Förderungen hier Chancengleichheit schaffen und nicht einseitig ein System unterstützen.  Neben Wärmepumpen gehören auch hybride Heizungssysteme gefördert, die erneuerbare und fossile Energieträger flexibel kombinieren können. Denn nicht überall, können Wärmepumpen vollwertigen Ersatz schaffen. Hier sollte sich die Politik für eine offene Systemwahl bei Heizungen einsetzen und Verbraucher:innen die Wahl lassen. Denn welche Lösung technisch und wirtschaftlich am besten zu den Gebäuden passen, können vor Ort die Fachbetriebe mit den Verbraucher:innen am besten einschätzen.

Doch der Flaschenhals bleibt der Mangel an Fachkräften. Ein Beispiel aus Tirol zeigt die Dimension des Problems: Allein die 22 dort aktiven VIZ-Ingenieure melden über 70 offene Stellen, von denen aktuell nur rund ein Drittel besetzt werden kann – mehr qualifiziertes Personal ist am Markt derzeit nicht verfügbar.

Mit den steigenden Temperaturen verschärft sich die Situation zusätzlich. Die Klimatisierung gewinnt immer stärker an Bedeutung, und neben den bisherigen Standbeinen Sanitär und Heizung entwickelt sich der Bereich Lüftung und Klimatisierung zu einem weiteren Wachstumstreiber. Das erhöht den Druck auf die Betriebe wie auch auf deren Auslastungssituation weiter.

Auf der Energiesparmesse ist zugleich zu sehen, dass die Industrie zahlreiche Lösungen bietet, die Sanierungen und Neubauprojekte effizienter machen und die Umsetzung beschleunigen können. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Mitarbeiter:innen in den Fachbetrieben laufend geschult und weitergebildet werden, um neue Systeme und Technologien fachgerecht zu planen und zu installieren. „Damit stehen wir als Branche gemeinsam vor einer großen Aufgabe – aber auch vor vielen neuen Chancen“, so Alexander Sollböck, Obmann des VIZ.

Unsere Quartalserhebungen unter den VIZ-Mitgliedern zeigen für die kommenden Monate ein leicht positives Stimmungsbild. Bereits rund 20 Prozent der Betriebe verzeichnen im ersten Quartal eine sehr hohe Auslastung, während knapp 70 Prozent ihre Kapazitätssituation als zufriedenstellend einschätzen. Nur etwa 10 Prozent geben an, derzeit zusätzliche Aufträge abwickeln zu können. Im Vergleich zum ersten Quartal 2025 entspricht das einer Verbesserung um mehr als zehn Prozentpunkte.

Der VIZ ist überzeugt: Nachhaltiges Wachstum in der SHK-Branche gelingt nur durch gemeinsames Handeln. Dieses Prinzip prägt die tägliche Arbeit des Verbandes – in Projekten, in der Kooperation mit seinen Mitgliedern und im Engagement für die gesamte SHK-Community.

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